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Neues aus der Zahnmedizin

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LASER und Lasertherapie in der Zahnmedizin, Zahnfleisch heilen, Zahnimplantate Hochrhein, PDT

Parodontose heilen mit dem Laser, Zahnfleischtherapie, neue Methoden, PDT am Hochrhein


Nicht zuletzt durch eine zunehmende Vermehrung sog. multiresistenter Keime ist es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden dieses Ziel mit dem Einsatz von Antibiotika zu erreichen. Eine lokale Anwendung solcher Arzneimittel kann problematisch sein durch die Möglichkeit von Allergiesierungen und auf Grund selektiver Wirkungsspektren besteht die Möglichkeit von sog. Superinfektionen. Bei systemischer Anwendung zur lokalen Infektionstherapie sind nicht selten Nebeneffekte unvermeidbar um einen ausreichenden hohen Wirkstoffspiegel zu erzeugen. Das Penetrationsvermögen dieser Wirkstoffe kann zudem durch „ leukozytäre Abschirmung“ oder mangelhafte Perfusion eingeschränkt sein. So ist das Interesse an alternativen Verfahren zur lokalen Infektionsbehandlung in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Eine Möglichkeit dazu bietet die sog. antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT).

Die Wirkung dieser Therapie beruht darauf, dass durch die Bestrahlung von speziellen Farbstoffen (sog Sensitizer) mit. monochromatischen und z.T. kohärenten Lichtquellen in Verbindung mit molekularem Sauerstoff kurzzeitig Radikale erzeugt werden sog reactive oxygen species (ROS). Diese Radikalen sind unter bestimmten Bedingungen in der Lage Membranen von z.B. von Bakterien und Pilzen durch eine Redoxkettenreaktion zu zerstören ohne gesundes Gewebe zu schädigen und dadurch bakterizide, fungizide aber z.T auch viruzide Wirkungen zu entfalten oder auch Protozoen zu zerstören.

Mit dem neuen Photolase®-Verfahren ist es nun möglich geworden, erstmals ein aPDT-Verfahren zu entwickeln, dass im nahen Infrarotbereich mit 810nm Wellenlänge arbeitet. Es ermöglicht damit eine Lichteindringtiefe von bis zu 4 cm wodurch auch Bestrahlungen über grössere Distanzen möglich werden. Durch intensive Forschung mit Unterstützung von Quantenphysikern und Pharmakologen/Mikrobiologen und Medizinern ist es gelungen, einen speziellen Sensitizer auf Phenothiazinbasis so zu verändern, dass eine effiziente Absorption mit Steuerbarkeit von Absorptions(-bakterizide) und Transmissionseffekten(-Wundheilungsfördernde Wirkung) möglich wurde. Gleichzeitig ist es gelungen, den Sensitizer mit höheren Lichtleistungen zu bestrahlen ohne thermische oder Photobleachingeffekte auszulösen. Dadurch wird die Behandlungszeit im Vergleich zur konventionellen aPDT erheblich verkürzt, da notwendige Lichtdosen schneller erreicht werden.